Kosten, Kosten, Kosten

Warum sind Kosten ein wesentlicher Faktor?
Jeder Unternehmer kennt den einfachen Zusammenhang: Umsatz – Kosten = Gewinn.
Doch auch Verbraucher achten auf Preise – sei es im Supermarkt, bei der Urlaubsbuchung oder beim Vergleich von Haftpflicht- und Hausratversicherungen. „Geiz ist geil“ spielt eine große Rolle, wenn es ums Sparen geht.
Nur bei der Altersvorsorge scheint dieses Denken auszusetzen. Warum ist das so?
Ganz einfach: Weil die Kosten oft versteckt sind und auf den ersten Blick nicht erkennbar. Sie sind in den Produkten eingepreist – in Form von Abschlusskosten, Verwaltungskosten oder laufenden Fondsgebühren.
Erst durch finanzmathematische Untersuchungen lassen sich diese Kosten vollständig aufdecken.
Deshalb möchte ich an dieser Stelle ein konkretes Beispiel zeigen, wie so eine Analyse aussehen kann.
Zahlen, Daten und Fakten
Ob die honorarbasierte Variante vorteilhaft ist, hängt im Einzelfall von Kosten, Laufzeit, Steuern und Leistungsumfang ab.
Auch bei kleineren Sparbeiträgen kann ein Vergleich sinnvoll sein. Ob eine umfassende Beratung oder eine Vermittlung wirtschaftlich passend ist, hängt vom individuellen Aufwand, dem Leistungsumfang, den Kosten und der Laufzeit ab. Ein Honorar wird vorab vereinbart.
Finanzmathematisches Beispiel:

Die dargestellte Grafik ist ein Rechenbeispiel. Ergebnisse hängen von den zugrunde gelegten Annahmen zu Beiträgen, Laufzeit, Kosten, Steuern, Produktmerkmalen und Zahlungszeitpunkten ab und sind nicht auf andere Fälle übertragbar.
Ob eine Prüfung sinnvoll ist, lässt sich nur anhand des konkreten Vertrags und der individuellen Ziele beurteilen.
Und wie sieht das Ganze mit einem Depot aus?

Die dargestellte Depotvariante basiert auf einem konkreten Rechenbeispiel mit Annahmen zu Laufzeit, Sparbeitrag, Dynamik, Grenzsteuersatz, Basiszins und Sparerpauschbetrag.
Wichtiger Hinweis zur Vergleichbarkeit
Diese Annahmen und Ergebnisse sind nicht pauschal auf jede Person übertragbar. Für einen Vergleich sollten unter anderem Kosten, Steuern, Flexibilität, Absicherungsbedarf, Anlageziel, Anlageverhalten und die Auszahlungsphase berücksichtigt werden.
Fazit
Die Entscheidung für ein Produkt zur Altersvorsorge oder Vermögensbildung sollte auf einer Abwägung quantitativer und qualitativer Kriterien sowie auf persönlichen Präferenzen und dem individuellen Anlageverhalten beruhen.
Weiterführende Informationen: Altersvorsorge und Depotcheck.
Visualisierung
Prof. Dr. Walz hat ein Tool entwickelt, das auf seiner Website heruntergeladen werden kann.
Quellen:
Dr. Gerd Kommer Souverän Investieren S. 202, Auflage 5, 2018
Dr. Hartmut Walz, Einfach genial Entscheiden in Geld und Finanz fragen 4. Auflage 2024
Siehe dazu auch YouTube
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